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Diversifikation
Die Diversifikation stellt eine Verteilung der Geldanlage auf verschiedene Anlageformen und oder Investitionsobjekte dar. Diversifikation kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen. Zum einen kann sie aus dem Grund der Gewinnmaximierung erfolgen. Zum anderen stellt Diversifikation eine Möglichkeit zur Risikominimierung dar.
Für Aktien-Anleger bedeutet Diversifikation, dass das angelegte Kapital an möglichst viele verschiedene Unternehmen aus unterschiedlichen von einander unabhängigen Branchen investiert wird.
Weiterführend beschäftigt sich die Portfolio-Theorie ausführlich mit der Diversifikation.
Dividende
Die Dividende ist der Anteil des Bilanzgewinns, einer Aktiengesellschaft, je Aktie. In der Regel wird in der Hauptversammlung einer AG entschieden ob der Gewinn des börsennotierten Unternehmens als Dividende ausgeschüttet wird, oder im Unternehmen verbleibt um weitere Investitionen zu tätigen.
Die Dividende ist eine Medallie mit zwei Seiten. Auf der einen Seite freut es jeden Aktionär der eine Dividende erhält. Prozentual gesehen ist die Dividende in den meisten Fällen eine höhre Verzinsung des eingesetzten Kapitals, als eine Verzinsung auf einem Spar- oder Tagesgeldkonto.
Die andere Seite ist nicht erfreulich. Wenn dem Unternehmen, der Gewinn entnommen wird, fehlt die Möglichkeit diesen zu investieren und das Unternehmen substanziell expandieren zu lassen. Will das Unternehmen investieren und expandieren muss Fremdkapital besorgt werden und somit fallen wieder Kosten für Fremdkapitalzinsen an.
In der Regel wird ein Teil des Gewinnes ausgeschüttet und der Rest verbleibt im Unternehmen.
Börse
Die Entstehung des Begriffs Börse kann nicht eindeutig historisch nachgewiesen werden. Es bestehen verschiedene Theorien. Verschiedene Quellen behaupten, dass sich der Begriff der Börse vom Kaufmann “van der Beurse”, der bereits im 13. Jahrhundert internationale Warengeschäfte tätigte, ableite. Andere behaupten, dass der Begriff von der Familie “de Bourse” abstamme. Die erste Börse der Welt wurde 1531 im belgischen Antwerpen gegründet. 1540 wurde die erste deutsche Börse in Augsburg gegründet.
Die Börse stellt einen Markt, auf dem sich Angebot und Nachfrage treffen, dar. An ihr werden verschiedene Wertpapiere, Devisen und bestimmte Waren gehandelt. Die Vielzahl der handelbaren Güter machen erforderlich, Börsen in verschiedene Arten zu unterteilen. Es wird unterschieden in Warenbörsen, Terminbörsen und der wohl wichtigsten Art, der Wertpapierbörse.
Heutzutage werden Börsen weiterhin in Präsenzbörsen (Parketthandel) und Computerbörsen (z.B. Xetra) unterschieden. In Deutschland findet der Parketthandel in Frankfurt, Bremen, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und Hannover statt.
Wichtige internationale Börsenplätze sind:
- New York Stock Exchange (Wall Street)
- London Stock Exchange
- Tokyo Stock Exchange
- Frankfurt Börse
- Hong Kong Stock Exchange
Aktiendepot
Ein Aktiendepot, auch einfach Depot genannt, ist die Verwahrungsmöglichkeit für Wertpapiere im engeren Sinne. Das Depot ist das Gegenstück zu einem Konto im Geldverkehr. Um Wertpapiere kaufen zu können ist ein Depot erforderlich. Dieses enthält Stückzahl, Art, Nennbeträge, sowie Kennnummern der eingelegten Wertpapiere. Zusätzlich müssen Angaben zum Depot-Inhaber vorhanden sein. Jedes Depot wird mit einer einmaligen Nummer identifiziert ähnlich wie Bei Kontonummern.
Wertpapierdepots werden unterschieden in geschlossene Depots und offene Depots. Das offene Depot wird wiederum zwischen Streifbandverwahrung und Girosammelverwahrung unterteilt. Die in Deutschland übliche Form stellt die Girosammelverwahrung dar. Bei dieser Form des Depots werden Zugänge sowie Abgänge der Wertpapiere wie z.B. Aktien wie bei Konten im Geldverkehr gebucht. Der Handel der Wertpapiere erfolgt in der Regel an der Börse.
In den meisten Fällen ist ein Aktiendepot kostenpflichtig. Es gibt bestimmte Anbieter welche bei bestimmten Voraussetzungen ein kostenloses Depot ermöglichen. Zu einem Wertpapierdepot wird zusätzlich ein Verrechnungskonto benötigt, auf dem Dividenden, Zinsen und natürlich Gebühren verbucht werden.
Aktie
Eine Aktie ist ein Wertpapier, welches ein Bruchteil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft darstellt. Die Aktie wird direkt dem Eigenkapital zugeschrieben. Ein Aktien-Inhaber ist somit Miteigentümer des, hinter der Aktie stehenden, Unternehmens.
Der Zusammenhang zwischen einer Aktie und dem Begriff Wertpapier, stammt daher, dass früher Aktien als sogenannte effektive Stücke ausgegeben wurden. Dies bedeutet, dass die Aktien als Urkunde mit einer Stückzahl oder Nominalwert ausgegeben wurden. Die Geschichte der Aktie geht bis zum Jahr 1288 zurück. Ein Anteilsschein einer schwedischen Kupfermine aus diesem Jahr, gilt als ältestes mit einer Aktie vergleichbares Wertpapier.
Erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurden Aktien aus Wirtschaftlichkeits- und Sicherheitsgründen nicht mehr direkt an die Anteilseigner ausgegeben wurden. Die Entwicklung führte dahin, dass Banken diese Wertpapiere in einem sogenannten Depot verwahrten. Dies hat sich bis zum heutigen Tag etabliert.
Aktien werden in verschiedene Gattungen unterschieden. Zu diesen Gattungen zählen: Stammaktien, Vorzugsaktien, Inhaberaktien, Namensaktien, Junge Aktien, Alte Aktien, Nennbetragsaktien und Stückaktien. Jede Gattung hat gewisse Unterschiede aus denen Priviligien Vorteile aber auch Nachteile entstehen können. Weitere Informationen erhalten Sie in den jeweiligen Beiträgen zu den einzelnen Aktiengattungen.